Progressive Retinaatrophie (PRA)

Erkrankung

Die Progressive Retinaatrophie (PRA) steht für eine Gruppe von erblich bedingten Photorezeptor- Störungen der Netzhaut, die bei verschiedenen Hunderassen durch unterschiedliche Mutationen hervorgerufen werden.
Die Progressive Retina Atrophie (PRA) ist eine fortschreitende Erkrankung der Netzhaut (Retina). Dabei werden die Photorezeptoren des Auges im Laufe der Zeit zerstört. Die Veränderungen verlaufen bilateral und symmetrisch. Zuerst verlieren die Stäbchenzellen ihre normale Funktion. Dies führt zu zunehmenden Nachtblindheit sowie dem Verlust der Anpassung des Sehvermögens. Durch die Degeneration der Zapfenzellen kommt es schließlich zur völligen Erblindung des Hundes. Der Beginn der Erkrankung variiert innerhalb einer Rasse, häufig erfolgt aber die Diagnose erst im Alter von ca. 6 Jahren.
Man unterscheidet sich spät entwickelnde degenerative Veränderungen von sich bereits im Welpenalter klinisch manifestierenden dysplastischen Störungen. Abgesehen vom Lebensalter, in dem die Erkrankung in Erscheinung tritt, sind die klinischen und ophthalmologischen Symptome ähnlich. Betroffene Hunde zeigen eine bilaterale Mydriasis, das Tapetum lucidum reflektiert verstärkt und das retinale Gefäßnetz erscheint atrophisch.

Typen der Progressiven Retinaatrophie

Es existieren genetische Tests für folgende Formen der Erkrankung:
(Bitte auf den jeweiligen Link klicken um weitere Informationen zu erhalten)

- crd-PRA beim Rauhaardackel

- dominante Form der PRA beim English Mastiff und Bull Mastiff

- generalisierte PRA beim Schapendoes

- GR-PRA1 beim Golden Retriever

- prcd-PRA* bei verschiedenen Rassen (siehe Info)

- rcd1-PRA beim Irish Setter

- rcd1a-PRA beim Sloughi

- rcd2-PRA* beim Collie

- rcd3-PRA beim Welsh Corgi

- rcd4-PRA beim Gordon Setter und Irish Setter

Wie funktioniert der Test?

Der Genabschnitt, der den Erbfehler trägt, wird mittels der sog. Polymerase-Kettenreaktion zunächst vervielfältigt. Anschließend wird über den sog. Genetic Analyzer automatisch die Gensequenz entschlüsselt und der die PRA verursachende Erbfehler direkt sichtbar gemacht. Dies ermöglicht eine sehr hohe Testsicherheit.

 

erbgesundMutation
Irish Setter erbgesund
keine rcd1-Mutation
(grüner Peak fehlt)
 
Irish Setter Träger der rcd1-Mutation
(grüner Peak entspricht der Mutation)
 

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Für weitere Auskünfte steht Ihnen unser Molekularbiologie-Team gerne zur Verfügung:

LABOKLIN GmbH und Co.KG
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