von Willebrand Erkrankung (vWD)

Erkrankung

Die von Willebrand Erkrankung (vWD) ist die häufigste vererbte Blutgerinnungs-störung von unterschiedlichem Schweregrad, die aus einem defekten oder gar fehlenden von Willebrand Faktor (vWF) im Blut resultiert. Der vWF ist ein wichtiger Faktor der Blutgerinnung. Ein fehlender oder defekter vWF hat zur Folge, daß betroffene Tiere bei Verletzungen sehr lange nachbluten und u.U. verbluten können. Die Blutungen betreffen Schleimhautoberflächen, verschlimmern sich durch physischen und psychischen Streß und andere Krankheiten.
Typische Anzeichen sind: Wiederholte Magen-Darm-Blutungen, mit oder ohne Durchfall, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, verlängerte Blutung bei der Läufigkeit, Lahmheiten durch Blutungen in den Gelenken, Hämatome auf der Körperoberfläche, exzessive Blutungen von zu kurz geschnittenen Nägeln, nach dem Kupieren der Rute oder nach Operationen.

 

Es existieren Gentests für drei verschiedene Typen der Erkrankung:

von Willebrand Erkrankung Typ 1 (vWD 1)
beim Berner Sennenhund, Coton de Tulear, Deutscher Pinscher, Dobermann, Drentse Patrijshond, Kerry Blue Terrier, Labradoodle, Manchester Terrier, Papillion, Pudel, Stabyhound und Welsh Corgi

von Willebrand Erkrankung Typ 2 (vWD 2)
beim Deutsch Drahthaar und Deutsch Kurzhaar

von Willebrand Erkrankung Typ 3 (vWD 3)
beim Dutch Kooiker, Scottisch Terrier und Shetland Sheepdog

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