Erweitertes Futtermittelallergie-Panel
Auf die immer größer werdende Anfrage seitens Patientenbesitzern / Tierärzten nahm Laboklin im vergangenen Jahr einen neuen Allergietest mit in das bestehende Allergie-Sortiment auf.
Es handelt sich hierbei um einen serologischen Futtermittelallergietest, welcher allergen-spezifische Antikörper der Klassen IgE und IgG auf „exotische“ Futtermittelkomponenten detektiert.
Es werden hierbei 6 „exotische“ Proteinquellen (Pferd, Wildschwein, Strauß, Rothirsch, Hase und Rentier) und 2 „exotische“ Kohlenhydratquellen (Amarant und Hirse) getestet. Dieses neue Futtermittelpanel deckt nun jene – für eine Eliminationsdiät häufig verwendeten, normalerweise nicht gefütterten – Allergene ab. Somit besteht die Möglichkeit, diesen Test auch im Anschluss an den herkömmlichen serologischen Futtermitteltest durchzuführen, um eine geeignete „exotische“ Eliminationsdiät patientengerecht auswählen zu können.
Anhand der statistischen Auswertung der ersten über 200 Ergebnisse des erweiterten, „exotischen“ Futtermittelpanels beim Hund zeigt sich, dass sich die meisten positiven IgG Reaktionen (18,8% der Fälle) beim Rothirsch fanden, dicht gefolgt von Strauß (16,4%) und Rentier (15,6%). Aufgrund dieser erster Erfahrungen scheinen nahezu 1/5 der Hunde auf Rothirsch sensibilisiert zu sein und somit sollte diese Proteinquelle bei diesen Patienten nicht mehr als „exotische“ Eliminationsdiät Anwendung finden. Dies ist vermutlich durch die zunehmend größer werdende Palette an kommerziell erhältlichen Futtermitteln zu erklären, wodurch nahezu fast jeder Hund bereits mit Wildfleisch gefüttert worden ist.
Das Pferd als alternative Proteinquelle wird auch sehr häufig als Eliminationsdiät verwendet und liefert ein positives Ergebnis bei den IgG Antikörpern von 14,6%. Zu den Kohlenhydraten ist zu sagen, dass hier vor allem Amarant mit einem Prozentsatz von 16,2% deutlich vor der Hirse (5,0%) liegt.
Positive Reaktionen auf Hasenfleisch fanden sich hier eher weniger (3,7%). Jedoch anhand der statistischen Reihenfolge der IgE Antikörper („Kurzzeit-Antikörper“) betreffend fanden wir, dass hier vor allem Hasenfleisch (2,4%), Rothirsch (2,3%) und Pferd (1,8%) führend in der Sensibilisierung waren.
Kurzum, auch „exotische“ Eiweiß und Kohlenhydratquellen sind keine 100%ige Garantie eine geeignete Eliminationsdiät durchzuführen und somit ist die vorherige Testung und ein Ausschluss einer Sensibilisierung vor der Diät eine sinnvolle Ergänzung in der Allergiediagnostik.
Erweitertes Futtermittelallergie-Panel (8 Allergene)
Pferd
Strauß
Hirsch
Hase
Wildschwein
Rentier
Amaranth
Hirse