Dermatophilus congolensis
Material
Hautkrusten
(Haare allein reichen als Probenmaterial nicht aus)
Methode
Objektträger-Schnellfärbung
Tierart
Pferd
Dauer
1 Tag
Anmerkung
Dermatophilus congolensis, ein aerob oder fakultativ anaerobes Bakterium, gehört zu den Aktinomyceten. Es handelt sich um grampositive stäbchenförmige Bakterien, welche die Fähigkeit besitzen, verzweigte Fäden zu bilden.
Der Erreger zählt zunächst zu der normalen Hautflora vieler Tierarten, v.a. bei Herbivoren wie Rind, Schaf, Ziege und Pferd, aber auch beim Menschen. Voraussetzung für das Auftreten einer durch Dermatophilus congolensis verursachten Erkrankung sind prädisponierende Faktoren wie eine gestörte Abwehrfunktion der Haut, Verletzungen und vor allem klimatische Einflüsse, die den normalen Hautschutz reduzieren. Beim Pferd kommt neben der direkten Übertragung von Tier zu Tier auch dem kontaminierten Putz- und Sattelzeug eine besondere Bedeutung zu. Lebende Vektoren wie Zecken oder stechend beißende Insekten können wohl auch zu einer Übertragung beitragen.