Urin, Uricult

  

Im Gegensatz zur Humanmedizin ist in der Tiermedizin die Gewinnung einer Harnprobe schwieriger als die Gewinnung einer Blutprobe.
 
Spontanharn kann schwer zu gewinnen sein (Hund männlich einfacher als Hund weiblich einfacher als Katze), Kontamination durch Harnröhre, Präputium oder Scheide ist zu berücksichtigen.

Katheterharn ist bei Rüden gut ohne Narkose gewinnbar, bei Hündinnen in der Regel auch, bei Katzen in der Regel nicht. Der Grad der Verunreinigung ist meist geringer als bei Spontanharn, der Aufwand bei der Gewinnung aber in der Regel höher.

Zystozenteseharn ist die Probe mit der besten Aussagekraft - gerade für die Mikrobiologie (keine Verunreinigung) - sinnvoll, wenn reiner Blasenurin oder steriler Urin benötig wird.

Probenvolumen - Mindestanforderung
Es sollten mindestens 3 ml, besser 5 ml, optimal mindestens 10 ml zur Verfügung stehen.

Parameter

pathogene Keime, aerob, inklusive Keimzahlbestimmung und Hemmstofftest (Urin)

Material

Urin (in sterilem Probengefäß) oder Urikult

Methode

kulturell, bakteriologisch (MALDI-TOF)

Tierart

Hund, Katze, Heim- und Großtiere

Dauer

ca. 3 Tage








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