Hepatozoon canis

  

Es handelt sich um einen Erreger, der einen typischen Kokzidien-Entwicklungszyklus durchmacht. Der Hund ist obligatorischer Zwischenwirt. Die ungeschlechtliche Vermehrung, Schizogonie, findet in mehreren Generationen in den Endothelzellen der Milz, Leber und des Knochenmarks statt.
Die hier gebildeten Merozoiten dringen in die Leukozyten ein und differenzieren sich zu den Gamonten. Der Endwirt, die Zecke, nimmt beim Blutsaugakt die Gamonten auf, im Darm der Zecke erfolgt die Gamogonie. Die bewegliche Zygote verlässt den Darm und wandert in das Haemozoel ein, wo die Sporogonie abläuft. Es werden Oozysten mit je 16 infektiösen Sporozoiten gebildet.
Die Übertragung erfolgt durch das Zerbeißen oder Verschlucken infizierter Zecken.
Bei akuten Infektionen kommt es zu Fieber, Lymphadenitis, Anorexie, Apathie, Myostitis, epileptiforme Anfälle (Blutungen in Meningen). Es kommt zu massiven Läsionen bis hin zu Nekrosen in den befallenen Organen (Milz, Leber, Lunge, Gehirn).
Chronische Infektionen sind gekennzeichnet duch intermittierendes Fieber, Lymphadenopathie, Anämie, Durchfall und Erbrechen. Es kommt zu Hyperästhesien, Muskelschmerzen treten auf, es zeigt sich eine Nacken- und Rumpfmuskelversteifung. Periostal kann es zu Knochenproliferation kommen.

Material

1.0 ml EDTA-Blut

Methode

Realtime PCR, mikroskopisch buffy coat Ausstrich

Tierart

Hund, Katze (diskutiert wird H.felis als eigenständige Art)

Dauer

1 Tag

Anmerkung

Vorkommen an subtropische und tropische Länder gebunden

Die Hepatozoonose ist eine Erkrankung beim Hund, welche durch das Protozoon, Hepatozoon canis, hervorgerufen wird. Hepatozoonose kommt vorwiegend in Afrika, Südostasien, Indien und im mittleren Osten vor. Aber auch in Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und Griechenland nehmen die Erkrankungen stetig zu. Hepatozoon canis ist ein obligat zweiwirtiger Parasit, wobei Zecken die Endwirte sind. Es wird hauptsächlich durch die Braune Zecke, Rhipicephalus sanguineus übertragen. Der Zwischenwirt Hund infiziert sich durch orale Aufnahme und Zerbeißen der Zecke. Infektionsgefahr für Menschen besteht bis zum heutigen Stand der Informationen nicht.  








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