„Katzenpocken“ - Orthopoxviren

 

Eine Infektion mit Orthopoxvirus bovis kann sowohl bei der Katze als auch beim Menschen die so genannten „Katzenpocken“ verursachen. Dabei kommt es durch Biß- oder Kratzverletzungen zu einem Eindringen des Virus in die Haut. An diesen Stellen treten dann zum Teil nekrotisierende, stark juckende Pocken auf. In den meisten Fällen kommt es nach einigen Wochen zu einer Selbstheilung, jedoch kann bei immunsupprimierten Menschen, und auch Katzen (z.B. FIV-Infektion), eine systemische Infektion mit schweren bis tödlichen Pneumonien entstehen.
 
Die bis in die siebziger Jahre hin durchgeführte Vakzination gegen Menschenpocken stellt zwar keinen Schutz gegen eine Infektion dar, doch kann es durch Serokonversion mit dem zur Schutzimpfung benutzten Vacciniavirus wahrscheinlich zu einem abgeschwächten Erkrankungsbild kommen. Diese Impfungen wurden Mitte der 70iger Jahre eingestellt und ein gehäuftes Auftreten dieser Infektion wird wahrscheinlicher. Eine PCR-Analyse aus Hautkrustenmaterial kann eine schnelle und sichere Diagnose liefern.
 
Der Eigenschutz bei der Behandlung einer erkrankten Katze sollte nicht vernachlässigt werden.
Auch sollte es zu einer Aufklärung von tierärztlichem Personal und gegebenenfalls Besitzer kommen. Bei Auftreten einer Zoonose bei einem Menschen kann in den meisten Fällen diagnostisch abgeklärt werden, in wieweit das Haustier überhaupt als Überträger in Frage kommen kann.  

Material

Hautkruste oder Hautgeschabsel

Methode

PCR

Tierart

Katze

Dauer

3 Tage

Anmerkung

- Zoonose: Vorsicht bei der Probenentnahme!
- Meldepflichtige Tierseuche bei Menschen und Ratten (nicht bei Katzen)








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