| Bei Rind kommen 6 verschiedene Spezies vor, in Mitteleuropa ist nur Babesia divergens von klinischer Bedeutung. Die Übertragung erfolgt durch Zecken (B. divergens durch Ixodes ricinus). Babesien infizieren Erythrozyten und führen z.T. zu intravasaler Hämolyse. Einzelne Spezies produzieren Toxine, welche zu Vasodilatation, erhöhter Gefäßpermeabilität und Erythrozytenaggregation führen. Nach Überstehen einer akuten Erkrankung können Rinder jahrelang Träger bleiben (Stadium der Präimmunität, weitgehender Schutz gegen weitere Erkrankung). Die Inkubationszeit beträgt 7-10 Tage. Erfolgt die Erstinfektion im Alter bis etwa 9 Monaten, verläuft die Erkrankung oft subklinisch bis sehr mild (Erythrozyten junger Rinder besitzen eine angeborene Resistenz; ein Faktor im Plasma, welcher das Wachstum der Babesien hemmt, wurde beschrieben). Die Erstinfektion älterer Rinder kann schwerwiegende Krankheitserscheinungen zur Folge haben (u.a. Fieber, Schwäche, Hämoglobinurie, Anämie, Tachykardie, Ikterus, Durchfall; akutes Nierenversagen möglich). | |