| Wichtig für die aussagekräftige Auswertung von Lavagen aus dem Respirationstrakt ist die Anfertigung frischer Ausstriche.
Handelt es sich um eine zähe und schleimhaltige Probe, wie dies zumeist beim Pferd der Fall ist,sollte diese direkt auf einen Objektträger ausgestrichen werden.
Handelt es sich um eine wäßrige, wahrscheinlich zellarme Probe, wirkt es sich sehr positiv aus die Probe zuvor für 4 Minuten bei 800-1000 Umdrehungen/ min zu zentrifugieren.
Der Versand der Spülflüssigkeit sollte vermieden werden, da diese in der Regel stark mit Keimen aus dem Respirationstrakt und teils auch mit Futterbestandteilen kontaminiert ist. Dies führt zu einer starken Zelldegeneration die eine aussagekräftige Zellbeurteilung kaum noch zuläßt. Zudem vermehren sich die Keime während des Transportes in der Probe und können so die Zellen überwuchern oder falsche Befunde suggerieren (z.B. Mykose in der Lavage beim Pferd). Eine mikrobiologische Untersuchung ist aus den gleichen Gründen aus der eingesandten Flüssigkeit nicht sinnvoll und bringt häufig keine für die Therapie des Tieres dienlichen Befunde. | |