| Die Zytologie beschäftigt sich mit der Zelldiagnostik an gefärbten Ausstrichen. Im Gegensatz zur Histologie wird kein Gewebeaufbau beurteilt sondern Zellen. Obwohl es vor allem um die morphologischen Merkmale einzelner Zellen geht, können aber quantitative Aussagen zu Zellgehalten und auch die Lage der Zellen zueinander (einzeln, im Verbund, azinäre Anordnung o.ä.) ebenfalls bewertet werden. Ziel der zytologischen Untersuchung ist es, schnell und ohne große technische oder invasive Maßnahmen, sowie ohne Narkose eine erhebliche Steigerung der klinischen Diagnostik zu erreichen. Zytologisch untersucht werden alle Materialien, bei denen es technisch möglich ist, auswertbare Ausstriche herzustellen. Dies können feste Gewebe, Körperhöhlenflüssigkeiten, Sekrete und Exkrete, Exsudate sowie innere und äußere Oberflächengewebe sein. In der täglichen Praxis hat die Untersuchung von Blutausstrichen und auch die Zyklusbestimmung der Hündin mittels Vaginalzytologie eine große Bedeutung. Die Methode der Probenentnahme richtet sich nach den jeweiligen Bedingungen wie Lokalisation und zu erwartende Ausbeute/Materialmenge. | |