Mensch: Krankheitsträger Zecke 

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Zecken: Ihr Stich und die Folgen

Gerade in der wärmeren Jahreszeit hält sich jeder gern in der Natur auf. Leider sind aber auch Zecken ab einer Temperatur von etwa 7°C sehr aktiv und ihr Stich kann unter anderem zu einer Infektion mit den Erregern der Lyme-Borreliose und der FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis) führen. Nach einem Spaziergang im Wald oder hohem Gras sollte man die Kleidung, sich selbst, vor allem aber auch Kinder sorgfältig nach Zecken absuchen, insbesondere an Hals, Haaransatz, Achseln und Kniekehlen.

Was ist zu tun, wenn ich von einer Zecke gestochen worden bin?  

Natürlich sollte die Zecke so schnell wie möglich entfernt werden! Je länger sie saugen kann, desto höher ist das Risiko einer Infektion. Handeln Sie daher bedacht, aber schnell. Die Zecke können Sie bei Ihrem Haus- oder Kinderarzt entfernen lassen - es funktioniert aber auch mit einer Zeckenpinzette, die Sie in Ihrer Apotheke erhalten. Wenn Sie die Zecke selbst entfernen, achten Sie unbedingt darauf, die Zecke mit der Pinzette am Kopf (nicht am Körper) zu packen und die Zecke nicht zu quetschen. Die Pinzette muss auf der Haut ansetzen.

Das Risiko durch die Zecke infiziert zu werden, besteht natürlich nur, wenn diese krankheits-verursachende Erreger in sich trägt. LABOKLIN bietet Ihnen einen hochsensitiven Test an,
der das Vorhandensein dieser Krankheitserreger in der Zecke mit größter Sicherheit bestimmen kann. Schicken Sie einfach die abgesammelte Zecke zu LABOKLIN, und sollte diese wirklich infiziert gewesen sein, können Sie diese Information Ihrem Haus- oder Kinderarzt mitteilen, der dann die weitere Vorgehensweise mit Ihnen besprechen wird.

So ist eine sehr frühe Reaktion möglich. Schützen Sie also sich und Ihre Kinder vor möglichen
Erkrankungen. 

Borreliose

Die Lyme-Borreliose ist eine der häufigsten durch Zecken übertragenen Infektionen. Borreliose kommt überall dort vor, wo es Schildzecken gibt, also in ganz Deutschland, Europa und Nordamerika. Je nach Region sind bis zu 35% der Zecken mit Borrelien infiziert.

Nach einer Infektion kommt es zu Fieber, und in manchen Fällen findet sich um die Stichstelle nach wenigen Tagen eine ringförmige Entzündung und Rötung ein (Erythema migrans). Meistens kommt es aber zu einer Entzündung und Anschwellen von Gelenken mit starken Schmerzen. Selten tritt eine sogenannte „Neuroborreliose“ auf, die dann ähnlich der FSME zu neurologischen
Ausfallserscheinungen führen kann.

Zecken übertragen den Borreliose- Erreger während des Saugaktes. Die im Darm der Zecken
lebenden Bakterien werden durch die Blutmahlzeit aktiviert und wandern in die Speicheldrüsen der Zecken. Es kann bis zu 24 Stunden dauern, bis die Bakterien mit dem Zeckenspeichel in den Wirt eindringen. Daher erfolgt in der Regel frühestens nach einigen Stunden (in etwa in einem Zeitfenster von 8 bis 12 Stunden nach dem Stich) die Übertragung der Borrelien auf den Menschen.

Deswegen kann durch schnelles Entfernen der Zecke unmittelbar nach dem Stich eine Infektion
meistens vermieden werden. In seltenen Fällen befinden sich die Borrelien in den Speicheldrüsen der Zecke und können dadurch sofort nach dem Stich an den Menschen abgegeben werden. Auch eine falsche Entfernung (Quetschen) oder die Behandlung der Zecke mit Alkohol, Chemikalien oder Klebstoff kann die Übertragung auslösen.
 

FSME

Die durch Viren verursachte FSME führt beim Menschen zu einer gefährlichen Erkrankung, die sogar lebensbedrohlich werden kann. Die Krankheit äußert sich zu Beginn wie eine „normale” Erkältung, weshalb die Erkrankung oft unterschätzt und die Diagnose erst spät gestellt wird. Bei einem Teil der Patienten kann die Erkrankung mit einer Meningoencephalitis einhergehen, einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten.

In Deutschland finden sich Risikogebiete vor allem in Süd- und Mitteldeutschland. Da sich die
Verbreitungsgebiete weiter ändern und auch in weiteren Teilen Norddeutschlands auftreten, sollten Sie sich regelmäßig nach dem aktuellen Stand erkundigen (www.rki.de).

Alle Entwicklungsstadien der Zecke können das Virus beim Saugakt übertragen. Das Virus selbst ist in den Speicheldrüsen der Zecken vorhanden und kann bereits mit Beginn des Saugaktes in den Wirt eingebracht werden. Allerdings bedeutet der Stich einer Zecke an Tier und Mensch nicht automatisch eine Infektion. Vielmehr stellt sich die Frage: Trägt die Zecke das Virus überhaupt in sich und kommt damit als Überträger in Frage?

Eine spezielle Therapie der FSME gibt es nicht. Es ist lediglich eine Behandlung der Symptome
möglich. Eine Impfung bietet aber einen zuverlässigen Schutz vor dieser Erkrankung. Möglichkeiten und Risiken können Sie mit Ihrem Haus- oder Kinderarzt besprechen.

Wann wird es wirklich ernst?

Sorgen über eine mögliche Infektion muss man sich nur machen, wenn die Zecke, die gestochen hat, den Erreger in sich trägt. Dies kann im Labor durch ein hochsensitives Testverfahren (Polymerase-Kettenreaktion, PCR) festgestellt werden. Unser Test gilt als extrem sicher, allerdings besteht die geringe Möglichkeit, dass vor dem Entfernen der Zecke alle Erreger bereits an den Menschen abgegeben wurden und somit ein Nachweis aus der Zecke nicht mehr möglich ist.

Eine ringförmige Hautrötung und/oder erste grippeartige Symptome können erst durch die Untersuchung der Zecke richtig eingeschätzt werden. Evtl. sind weitere Kontrolluntersuchungen des Blutes durch den Hausarzt nötig.

Schnellübersicht

• Zecken können gefährliche Krankheiten auf den Menschen übertragen

• Sie sind von 1mm bis mehrere mm groß und können unterschiedlich aussehen 

• Sie kommen eher in wärmeren Monaten vor und halten sich überwiegend im Wald und auf
   Wiesen mit höherem Bewuchs auf.

• Zecken sollten nur mit einer Zeckenzange entfernt werden, die zwischen Kopf der Zecke und 
   Haut platziert wird. Zecke nicht quetschen!

• Schicken Sie abgesammelte, tote oder lebendige Zecken für eine Untersuchung zu LABOKLIN
  oder bringen Sie sie zu Ihrem Arzt oder Apotheker.

• Ein sicherer und schneller Labortest schafft Gewissheit, ob eine Zecke mit den Erregern der
  Lyme-Borreliose oder der FSME infiziert war und ein Übertragungsrisiko besteht.


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