Adenoviren
Adenoviren gehören zu den linearen doppelsträngigen DNA-Viren. Sie verursachen meist milde respiratorische Symptome und sind an vielen Faktorenerkrankungen beteiligt. Adenoviren sind streng wirtsspezifisch. Nur in Ausnahmefällen kommt es zur Infektion verwandter oder heterologer Tierarten.
Hund
Hepatitis contagiosa canis (HCC)
Der Auslöser für die Hcc ist das canine Adenovirus 1. Neben einer akuten Hepatitis kann es durch eine Infektion mit CAV-1 auch zu chronischen Hepatitiden, Corneaödemen (blue-eye) oder Enzephalopathien kommen.
Bei Welpen kann die Hcc perakut oder akut mit tödlichem Ausgang verlaufen.
Neben Hunden sind auch alle anderen Spezies der Familie Canidae empfänglich für eine Infektion mit CAV-1.
Infektiöse Laryngotracheitis
Die Infektöse Laryngotracheitis wird durch das canine Adenovirus-2 (CAV-2) verursacht. Das Virus besitzt eine starke Affinität zu den Epithelien des Respirationstraktes und ist eine Komponente des „Zwingehustenkomplex“
Reptilien
Adenoviren, zumeist bei Echsen und Schlangen isoliert, spielen bei Reptilien eine wichtige Rolle. In der Literatur werden Adenoviren insbesondere bei Bartagamen beschrieben, gelegentlich aber auch bei anderen Echsen isoliert.
Das klinische Bild ist oft unspezifisch. Bei den Bartagamen sind überwiegend Jungtiere betroffen. Oft zu beobachtende klinische Symptome umfassen Anorexie, Apathie, Diarrhoe und Opisthotonus.
Zu den häufig betroffenen Schlangenfamilien gehören Boas, Nattern und Vipern.
Gastrointestinale Symptome aber auch zentralnervöse Symptome stehen im Vordergrund.
Die Übertragung geschieht wahrscheinlich über den Kot, auch eine vertikale Übertragung wird diskutiert.
Adenovirus bei Bartagamen und Schlangen
Methode
Adenovirus, Antikörper
Canines Adenovirus (CAV) - PCR