Toxoplasmen

  

Toxoplasma gondii ist ein obligat intrazellulärer zur Klasse der Kokzidien gehörenden Parasit. Er ist ubiquitär verbreitet und verursacht Krankheitsbilder in allen Warmblütern, einschließlich des Menschen. Weltweit haben mehr als 1Mrd.  Menschen Antikörper gegen Toxoplasmen. Neben Fieber und erkältungsähnlichen Symptomen ist die congenitale Infektion in der Schwangerschaft gefürchtet.
Die intrauterine Infektion des Fetus erfolgt verzögert und erst ca. 3-4 Wochen nach der Erstinfektion einer seronegativen Mutter wird die Plazentaschranke überwunden, was zu einer Plazentitis führt. Fehlgeburten und schwere neurologische bzw. ophtalmologische Erkrankungen beim Neugeborenen können auftreten. Die Katze, als Endwirt, scheidet für ca. 3 Wochen Oozysten aus, die nach etwa 2-4 Tagen (je nach Temperatur) sporolieren und infektiös werden (tägliche Katzenkloreinigung!)
Eine weitere Infektionsquelle stellt mit Gewebezysten belastetes Fleisch dar, welches vor dem Verzehr nicht ausreichend gegart wurde. Als Hauptansteckungsquelle gilt allerdings Gartenarbeit, bei der Oozysten über kontaminierte Erde aufgenommen werden können.

Katzen erkranken selten, doch sind die Symptome je nach Lokalisation der Gewebezysten gelagert. Es kommt beispielsweise zu Hepatitis, Cholangitis, Dyspnoe, bei ZNS-Beteiligung zu Ataxien, motorische Ausfällen und epileptiformen Anfallen. Es treten zudem Uveitis und Chorioretinitis auf.
Eine gleiche Symptomatik ist auch beim Hund anzutreffen.

Methode

Toxoplasmen, Erregernachweis

Toxoplasmen, Antikörper

weitere informationen

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